Le Pilgrimage ist ein neues Brevet-Format, das weniger Rennen, sondern, wie es der Name bereits verrät, einer Pilgerreise gleichen soll. Im Vordergrund steht das gemeinsame Erlebnis und das Teilen einer anspruchsvollen Reise mit Gleichgesinnten. Austragungsort sind die französischen Alpen, südöstlich von Lyon.

Fotos: Simon Rosmolen, LePilgrimage

Früher pilgerten Menschen ausschließlich aus religiösen Motiven. Heute geht es vielen darum, dem Alltagsstress zu entfliehen und den Kopf freizubekommen. Im Radsport gibt es jede Menge Veranstaltungen, die einer Pilgerreise gleichen, wären diese nicht stets mit einem kompetitiven Hintergrund verknüpft. Dadurch rückt der Genuss und die Reise selbst oftmals in den Hintergrund, vordergründig bleibt der Sieg, die Bestzeit, das „Ding zu Ende zu fahren“.

Mit Le Pilgrimage gibt es nun ein Gravel-Brevet, dass sich von den bekannten Ultra-Veranstaltungen deutlich abhebt. Auf drei Etappen und verteilt auf fünf Tage können die Teilnehmer ihr Tempo selbst bestimmen – allerdings auch ihre Versorgung. Denn Le Pilgrimage ist „self-supported“. Zumindest auf den Strecken. Am Ende einer jeden Etappe kehren die Pilger in das Basislager Chalet AlpeLUne zurück, wo sich die Organisatoren um die müden Fahrer und Räder kümmern. Es wird gemeinsam gegessen, getrunken und geruht; man hat die Möglichkeit auf einen Schlafsaal oder das eigene Zelt, das im Garten des Chalets aufgebaut werden kann. Am nächsten Tag bricht man gemeinsam zur nächsten Etappe auf.


Mit jeder Etappe wird die Strecke schwieriger. Für jede Schleife werden Abkürzungen oder alternative Routen angeboten, damit die Teilnehmer wieder rechtzeitig im Basislager einkehren. Die insgesamt drei Etappen bringen die Pilger auf einige der höchsten Offroad-Pässe Europas. Der erste Tag führt über die Hänge des Ecrins-Massivs zum verlassenen Fort Janus auf 2.500 Metern in der Nähe von Briançon, das einen spektakulären 360 Grad-Blick über das französische Grenzgebiet zu Italien bietet.

Die Königsetappe ist eine zweitägige Reise zum berüchtigten Tunnel du Parpaillon des Col du Parpaillon. Hier haben die Fahrer die Möglichkeit, selbst zu biwakieren. Zu überwinden sind 224 Kilometer und nahezu 6500 Höhenmeter. Die Belohnung ist die schroffe Hochgebirgslandschaft dieser Region, die für die Teilnehmer unvergessliche Aussichten beschert.

„Weil diese Etappe so anspruchsvoll ist, vermuten wir, dass viele Teilnehmer unterwegs biwakieren werden“, sagt Simon Rosmolen, Organisator von Le Pilgrimage. „Aber: Wir können sie über mögliche Schlafplätze beraten, einschließlich Camping- und Hoteloptionen für diejenigen, die das auch wollen.“ Für alle, die die lieber im Basislager schlafen, gäbe es auch Abkürzungsmöglichkeiten, so Rosmolen.


Mit einer Finisher-Party im Chalet endet die Pilgerreise für die Teilnehmer. Bei den Tickets kann man entweder ein Bed & Breakfast- oder ein Camping-Packet wählen. Bei beiden Optionen hat man jedoch die Möglichkeit auf eine heiße Dusche und die Verpflegung im Chalet.Le Pilgrimage ist auf maximal 40 Starter ausgelegt.

Weitere Informationen, Anmeldung und jede Menge weitere tolle Fotos findet ihr auf der offiziellen Webseite: https://www.le-pilgrimage.com/